Kleinwasserkraftwerke im Laufe der Zeit

Infrastruktur erhalten, Wissen weitergeben und Netzwerke pflegen

... ist ein vierjähriges Forschungsprojekt (2024–2028), das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert wird. Ziel des Projekts ist es zu verstehen, wie Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften in Bergregionen der Schweiz und Perus kleine Wasserkraftwerke und Stromversorgungsnetze betreiben und verwalten.

Die laufende Debatte über dekarbonisierte Energiesysteme wirft grundlegende Fragen darüber auf, wie die Erzeugung und Verteilung von Elektrizität gerechter und demokratischer organisiert werden kann. Obwohl gemeinschaftliche Initiativen im Bereich erneuerbarer Energien (Community Renewable Energy, CRE) breit diskutiert werden, werden die Erfahrungen von Menschen, Familien und Gemeinschaften, die sich seit Jahrzehnten mit dezentraler Stromproduktion beschäftigen, selten als wertvolle Wissensquelle anerkannt und entsprechend erforscht.

Das vorliegende Projekt konzentriert sich auf eben diese Initiativen, um empirisch fundierte Visionen für alternative Energiezukunft zu entwickeln. Wir möchten herausfinden, welche sozialen Beziehungen und politischen Mechanismen für die langfristige Instandhaltung solcher Infrastrukturen entscheidend sind und wie das dafür notwendige Wissen und die entsprechenden Fähigkeiten entwickelt, weitergegeben, transformiert und zirkuliert werden.

Projekt Zusammenfassung

News und Veranstaltungen

Während unserem Panel «Infrastructures of Maintenance and the Social Life of Small-Scale Energy Production» am SEG Annual Meeting 2026 stand die Frage im Zentrum, wie kleine Energieinfrastrukturen über längere Zeit funktionsfähig bleiben und welche sozialen, rechtlichen und materiellen Bedingungen dies ermöglichen. Wir danken Munib Rehman (University of Basel), Hannah Plüss (University of Fribourg), Emilie Etienne (Université Grenoble-Alpes) und Jeanne Feaux de la Croix (University of Bern) für ihre fundierten Perspektiven und die anregende gemeinsame Diskussion.

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Neuste Publikation

Plüss Q.F., H. 2025. Comunidad en plural para la sostenibilidad a largo plazo: microcentrales hidroeléctricas y sus acciones energéticas de base comunitaria en las zonas rurales del Perú. Alternativas en Ciencias Sociales, 2(1), 15-38. DOI: https://doi.org/10.70467/acs.v2n1.2

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Partners

Einheit für Sozialanthropologie, Universität Freiburg

Die Einheit für Sozialanthropologie, Universität Freiburg, an der Projektleiterin Agnieszka Joniak-Lüthi Professorin ist, beherbergt das Projekt „Maintaining Relations: Community-owned Hydropower Infrastructure Through Time“.

Urner Institut Kulturen der Alpen

Das Urner Institut Kulturen der Alpen widmet sich in der ganzen thematischen Breite den Besonderheiten des alpinen Raums – von den prähistorischen Zeugnissen über spezifische Traditionen bis hin zu den Herausforderungen der Gegenwart.

Centre for Energy Ethics, University of St. Andrews

Das Centre for Energy Ethics befasst sich mit einer der dringendsten und tiefgreifendsten Herausforderungen, vor denen die Menschheit heute steht: Wie können wir unseren Energiebedarf mit unserer Sorge um dem anthropogenen Klimawandel in Einklang bringen? Es bringt verschiedene Fachbereiche zusammen, Forschung, Industrie und Gemeinden. Es will so die Verantwortung der Wissenschaft wahrnehmen, um grosse gesellschaftliche Fragen zur Schaffung einer besseren Energiezukunft für uns alle anzugehen und gemeinsam zu beantworten.

CISEPA, Pontífica Universidad Católica del Perú

Das Zentrum für soziologische, wirtschaftliche, politikwissenschaftliche und anthropologische Forschung (CISEPA), an dem Hannah Plüss im Jahr 2025 Gastforscherin ist, hat zum Ziel, akademische und wissenschaftliche Forschung in den Sozialwissenschaften und der Wirtschaftswissenschaft zu entwickeln, zu fördern und zu verbreiten, um zum Verständnis der nationalen Realität beizutragen und angemessene Antworten auf ihre wichtigsten Herausforderungen zu formulieren.

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